Nov 08 2016

06. November 2016: Am Dienstag ist Wahltag

Published by bernd under USA

Nicole:

Am Dienstag ist es endlich soweit. Der Wahltag steht an und die ganze Welt schaut auf America und fragt sich, wie die Wahl ausgeht. Durch die Zeitzonen werden wir hier an der Ostküste das Wahlergebnis erst am Mittwoch in den frühen Morgenstunden haben. Hiobsbotschaft oder Freude? Nun, das kommt wohl darauf an, wen man gewählt hat.

Wir sind nun seit drei Jahren amerikanische Staatsbürger und dürfen aktiv mitwählen. Das ist unsere erste Präsidentschaftswahl und wir haben vor zwei Wochen beim “early voting” unsere Stimmen abgegeben. Ein paar Wochen vor dem eigentlichen Wahltag kann man meist im Rathaus oder anderen städtischen Gebäuden schon vorher wählen gehen, so haben die Menschen, die am Wahltag keine Zeit haben oder einfach nur die überfüllten Wahllokale meiden möchten, die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben. Für uns traf Beides zu, ich wollte nicht ewig in der Schlange stehen und Bernd ist am Wahltag auf einem Businesstrip in Deutschland.

Da es hier kein Einwohnermeldeamt gibt, muss man sich für die Wahl registrieren lassen, wenn man wählen gehen möchte. Ohne diese Registrierung darf man nicht wählen.Wenn man umzieht, muss man seine ID (unser Führerschein und Ausweis) auf die aktuelle Adresse ändern lassen. Auf dem Antragsformular für den Führerschein hat man gleichzeitig die Möglichkeit sich ins Wahlregister eintragen zu lassen, was wir damals auf diesem Wege getan haben.

Wir haben also gewählt. Unsere Stimmen hat Hillary Clinton bekommen. Hillary ist eine sehr erfahrene Politikerin und ich denke, dass sie eine gute Präsidentin abgeben würde.

Anders als Donald Trump. Ich habe mich schon oft gefragt “Wie kann man diesen Mann als Kandidat aufstellen?”, “Was sind das für Frauen, die ihn bewundern?”, “Was sind das für Menschen, die diesen Mann wählen und ihn als Präsident wollen?” So sehr ich es auch versuche, ich kann es einfach nicht verstehen. Tja, das sind Wähler aus allen Schichten, egal ob arm oder reich, studiert oder gar keine Ausbildung, Trump erreicht sie irgendwie. Wäre Trump als Demokrat angetreten, hätte ich ihn auch als überzeugte Demokratin nicht gewählt.

Ich denke, ein/e Präsident/in muss in der Lage sein, Worte weise zu wählen, in der Lage sein sich zu reflektieren, Fehler zu zugeben, sich zu entschuldigen und sich unter Kontrolle haben. Das alles kann Trump nicht. Bei ihm machen immer nur andere etwas falsch. Wenn ihm etwas nicht passt oder sich ungerecht behandelt fühlt, wird er beleidigend. Er macht Frauen nieder und macht sich über behinderte Menschen lustig. So jemanden kann man doch nicht zu einem Staatsoberhaupt machen, schliesslich vertritt er die Amerikaner vor der ganzen Welt.

Die Stimmen landesweit sind sehr unterschiedlich. Die eingefleischten Republikaner sind natürlich für Trump und die eingefleischten Demokraten für Clinton. Dann gibt es Leute, die sagen, dass sie gar nicht wählen gehen würde, weil keiner der Beiden Kandidaten das kleinere Übel ist. Wieder andere wählen dann doch lieber als Alternative zum Nichtwählen den Liberalen Kandidaten Gary Johnson, auch wenn jeder weiss, dass Randkandidaten keine Chance haben. Hier bei uns in den tiefrepublikanischen Südstaaten wird wohl Trump gewinnen.

Am Mittwoch ist alles vorbei und man kann dann hoffentlich wieder ab Donnerstag alltägliche Nachrichten lesen.

Comments Off

Aug 14 2016

14. August 2016: Schulanfang

Published by bernd under USA

Es ist kaum zu glauben, aber unsere 11 Wochen Sommerferien sind vorbei. Sarah hatte Mitte Mai ihren Abschlusstag in der Preschool (Deutsch: Kindergarten). Den Abschluss hat die Preschool mit einem sehr schoenen und feierlichem Programm gestaltet. Die Kinder trugen die typische Tracht,  mit Umhang und Hut, die man von den Highschool- oder College Abgaengern kennt und jedes Kind wurde aufgerufen um eine “Urkundenrolle” ueberreicht zu bekommen (die eigentliche Urkunde haben allerdings die Eltern bekommen).

Die 11 Wochen Ferien habe ich gut verplant und wie immer einen Kalender vorbereitet, was wo stattfindet. Eine Woche war Sarah im Vacation Bible Camp in der Kirche ihres Kindergartens und neben 2 x die Woche basteln im Michaels waren wir bei Monkey Joes, INK Kindermuseum, Streichelzoo und Geschichtenvorlesen in der Buecherei. Ausserdem haben wir einige neue Dinge ausprobiert. Wir waren drei Mal im Kino, https://www.carmike.com/, dort wird jeden Donnerstag in den Sommerferien kostenlos ein Kinderfilm ausgestrahlt. Ausserdem bekommen die Kinder eine Tuete Popcorn geschenkt, wenn man eine Konservendose spendet. Wir waren im Naturecenter, dort gab es neben Schlangen, Eulen und anderen aufgegriffenen Tieren einen Schmetterlingsgarten. Die Kinder haben einen mit suesser Fluessigkeit getraenkten Schaumstoffpinsel bekommen, um damit die Schmetterlinge anzulocken. Um die Hundert Schmetterlinge flogen uns in dem Zelt um die Ohren. Im Roswell Cultural Arts center habe ich fuer zwei verschiedene Vorstellungen Karten fuer ein Puppentheater gekauft. Dort laufen sehr schoene Programme fuer Kinder und Erwachsene. Ausserdem gab es in unserer Buecherei neben Geschichtenvorlesen, ein Puppentheater und eine Zauberer Show. Am meisten Spass hatte Sarah aber bei dem Besuch einer Goldmiene in unserer Naehe, in Dahlonega. Wir haben eine Untertagefuehrung bekommen und Gold und Edelsteine gewaschen.

Zwischendurch hatten wir einen Schulinformationsabend und eine Schulbusrundfahrt. Eltern und Kinder wurden damit vertraut gemacht, wo der Bus haelt und wo die Kinder aussteigen bzw. nach der Schule wieder einsteigen muessen. Die Schulbusfahrt dauert zwischen 15 und 20 Minuten und faehrt neben unserer Wohnsiedlung nur noch eine andere Wohnsiedlung an und direkt zur Schule. Die Vor- und Grundschueler werden in unserer Umgebung um 6.45 Uhr abgeholt und sind dann kurz nach sieben in der Schule, wo sie dann nach Meldung im Klassenzimmer noch etwas fruehstuecken gehen koennen oder bis zu Beginn des Unterrichts im Klassenraum spielen koennen. Von 7.40 bis 14.20 haben die Grundschueler Unterricht und Sarah ist dann gegen 14.40 zu Hause. Ein langer Tag fuer die Kleinen. Welche Schulsachen zu besorgen sind, konnte ich von der Website unserer Grundschule herunterladen und ausdrucken. Die Eltern muessen Schulsachen fuer das ganze Jahr kaufen. Die Schulsachen, die ich gekauft habe, bekommt aber nicht Sarah, sondern sie landen alle gesammelt mit den Schulsachen der Klassenkameraden/innen in einen Schrank oder Kiste und werden nach Bedarf an die Kinder verteilt. Zwei Tage vor Schulanfang gab es einen Tag der offenen Tuer und die Eltern und Kinder haben ihre Lehrer/in kennengelernt, weitere Infos bekommen und an diesem Tag mussten wir auch die Schulsachen abgeben.

Am 4. August war es dann soweit: Sarah’s erster Schultag. Natuerlich gab es nach deutscher Kultur Schultueten fuer Sarah. Da es hier diesen Brauch nicht gibt, habe ich eine Schutuete fuer Sarah gebastelt, unsere Freunde aus Bamberg hatten Bernd fuer Sarah beim letzten Deutschlandbesuch schon eine Schultute mitggeben. Vor Beginn der Schule habe ich mit Sarah schon mal Routine geuebt, um zu schauen wie lange wir morgens zum Zaehneputzen, Anziehen und fruehstuecken brauchen. Am abend vorher legen wir schon Anziehsachen heraus, damit es am Morgen keine langen Diskussionen darum gibt. Ausserdem mache ich soweit Sarah’s Butterbrot, Obst etc. fertig und packe es in den Kuehlschrank. Ich stehe um 5.30 auf, um mich Anzuziehen, die Essenstasche und Sarah’s Rucksack fertig zu packen und Fruehstueck zu machen und natuerlich selber dabei einen Kaffee zu trinken. Um 6.00 Uhr muss Sarah dann geweckt werden. Gegen 6.30 sind wir meist fertig. Um 6.40 bringen Bernd und ich dann Sarah auf die andere Strassenseite und warten dort auf den Schulbus. Nachmittags wird Sarah auch an dieser Stelle abgeholt.

Die ersten Schultage haben Sarah schon gut gefallen, sie meinte es waere lustig in der Schule. Es gibt feste Ablaeufe in der Schule, aber feste Stundenplaene, wie 1. Stunde Mathe, 2. Stunde…., scheint es nicht zu geben. Von Montags bis Donnerstags gibt es aber eine 8 Tage Rotation, wo jeden Tag ein extra Fach unterrichtet wird: Art (Kunst), Music, Technology, Health (Gesundheit), Guidance und Enrichment, wobei ich noch nicht herausgefunden haben, was in den letzten beiden Faechern unterrichtet wird. Ausserdem haben die Kinder zwei Mal die Woche PE = Physical Education (Sport). Freitags ist Fun Friday, ein Spasstag.

In zwei Wochen haben wir unseren ersten Elternabend, dann werden wir mehr ueber die Unterrichtsfaecher und Ablaeufe in der Schule erfahren.

Comments Off

Mrz 21 2016

20. März 2016: Der Tag wo ich dem 39. Presidenten der USA die Hand schüttelte

Published by bernd under USA

Bernd:

Letzte Woche war ich von der Bank of America zu einer Veranstaltung und anschließendem  Cique Du Soleil Besuch eingeladen. Hier gibt es einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung.

Plötzlich hörten wir, daß zwei Reihen hinten uns Jimmy Carter, der 39. President der Vereinigten Staaten, sitzt.  Ich konnte es kaum glauben…. Geschichte zum anfassen und dann auch noch ein demokratischer (ehemaliger) President hier in Georgia.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

In der Pause habe ich dann diese tolle Möglichkeit genutzt und bin zu ihm hingegangen. Der Secret Service hat uns “Fans” durchgelassen und so konnte ich ihm kurz die Hand schütteln und ihm Grüße aus Deutschland übermitteln.  Er erwiderte “I love Germany”.

Auch wenn es nur einige Sekunden waren, so war es doch toll einem ehemaligen Presidenten die Hand zu schütteln. Die Zirkus Veranstaltung war ebenfalls atemberaubend und so werde ich noch lange an diesen Abend zurückdenken.

Comments Off

Mrz 08 2016

8. März 2016: USA Videos

Published by bernd under Hobbys

Bernd:

Christopher hat uns angeschrieben und darauf hingewiesen, daß er Website zusammengestellt hat, die die Agentur The American Dream bewirbt.  Wir haben ja damals auch diese Agentur genutzt und können nur gutes über den Kundenservice berichten. Zudem hat er einige interessante USA Videos auf seiner Seite. Schaut mal durch… www.gateway-to-america.com 

Comments Off

Mrz 08 2016

07. März, 2016: Sarah wurde heute zur Schule angemeldet

Published by bernd under USA

Nicole:

Da es hier in den USA kein Einwohnermeldeamt gibt, müssen sich die Eltern selbst um die Anmeldung zur Schule kümmern. Die meisten Schulen hier in unserer Umgebung sind “assigned” (zugeteilt), dass bedeutet, dass nur Kinder, die  in einem bestimmten Umkreis wohnen, dort zur Schule gehen können. Daher hatten wir bei unserem Hauskauf darauf geachtet zu welcher Schule unsere Wohnsiedlung gehört. In Ausnahmefällen kann man auch beantragen, dass das Kind in eine andere Schule geht, aber dann kann der Schulbus nicht in Anspruch genommen werden, da dieser nur die Routen der zugeteilten Wohngegenden abfährt.

Es gibt hier verschiedene Newsletter, wie “Cumming local” oder “Forsyth for families”, wo wir uns angemeldet haben. Diese Newsletter informieren, was man z.B. am Wochenende mit der Familie unternehmen kann, aber auch wann die Schulanmeldungen losgehen.

Schon im Februar habe ich den Termin beim Schulamt gemacht und Sarah in der Schule vorangemeldet (preregistered). Den Termin sowie die Voranmeldung kann man online machen und muss bis zum Termin beim Schulamt abgeschlossen sein. Ausserdem muss man für diesen Termin folgende Unterlagen mitbringen:

- Identifikationsnachweis der Eltern (Ausweis oder Pass)   -Wohnsitznachweis (die letzte Gas-, Strom- oder Wasserabrechnung sowie einen Grundsteuer- oder Hypothekauszug)  -Altersnachweis des Schülers (Geburtsurkunde oder Pass) -Impfnachweis   - Nachweis für Sehtest, Hörtest, Nutrition (Gewicht, Größe) und Zahnarzt  - Sozialversicherungsausweis, falls schon vorhanden

Heute morgen hatte ich also den Termin im Schulamt. Zuerst muss man im Vorzimmer “einchecken” und den Termin bestätigen. Außerdem muss man hier die benötigten Unterlagen vorweisen. Wie beim Arzt wartet man dann, bis man aufgerufen wird. Die Namen der Eltern, den Termin und wer schon eingecheckt hat, kann man auf einem Bildschirm im Wartezimmer verfolgen. Dann wurde ich aufgerufen und ins Sprechzimmer gebeten. Es wurde nochmal durch die Unterlagen durchgegangen, die man schon online in der Vorregistrierung ausgefüllt hat und man musste an diversen Stellen unterschreiben. Ein Punkt musste noch korrigiert werden. Und zwar gab es eine Frage, welche Sprache die Hauptsprache sei. Da man nur eine Sprache ankreuzen konnte, habe ich “German” angekreuzt, da wir ja zu Hause hauptsächlich deutsch mit Sarah sprechen. Die Dame hat das dann in “English” abgewandelt nachdem sie nachgefragt hat, ob Sarah gut genug Englisch spricht oder ob sie sprachlich getestet werden muss. Ich antwortete, dass sie hier in den USA geboren ist, in den Kindergarten geht und wahrscheinlich besser Englisch spricht, als wir Eltern. Ich musste dann mit einer Unterschrift bestätigen, dass Sarah sprachlich nicht getestet werden muss. Zu guter Letzt gab es noch ein Infoblatt mit weiteren Terminen in der Schule und damit war der Registrierungsvorgang abgeschlossen.

Anfang Mai muss ich mit Sarah in ihre künftige Grundschule ( Elementary school) und dort wird getestet, was sie alles kann (Zahlen, ABC, etc.) und demnach in eine entsprechende Klasse eingeteilt. So gehen alle Kinder die auf dem gleichen Level sind in eine Klasse. Ich habe schon direkt  in der Schule angrufen, um einen Screening Termin zu bekommen, aber die Sekretärin war leider nicht zu erreichen und hatte auch nicht zurückgerufen. Also habe ich die Dame auf der Schulhomepage unter “staff” (Personal) ausfindig gemacht und ihr eine email mit meinem Terminwunsch geschrieben. Später hat sie meine email beantwortet und versprochen, sich morgen bei mir telefonisch zu melden.

Mitte Mai gibt es dann in der Schule eine Infoveranstaltung, wo die Schüler und Eltern die Lehrer kennenlernen und erfahren, was am Schulanfang auf sie zukommt.

In den Sommerferien, im Juli, gibt es einen Termin, wo die Eltern mit den Kindern mit dem Schulbus den Weg zur Schule und zurück abfahren, damit die Kinder wissen, wo und in welchen Bus sie einsteigen und an welcher Stelle sie aussteigen müssen. Im Moment hält der Bus ca. drei Häuser von uns entfernt.

Im August, bevor die Schule anfängt, gibt es dann noch ein “open house” (Tag der offenen Tür)

Und am 4. August ist es dann soweit. Der erste Schultag und Sarah ist dann ein I-Dötzchen…

Comments Off

Feb 02 2016

1. Februar: Schnee in Georgia / Donut Time / Wahlkampf

Published by bernd under Hobbys

Bernd:

 Mal wieder hatten wir für einen Tag Schnee und (fast) brach das Wirtschaftssystem in Georgia zusammen.  Sicherheitshalber wurden die Schulen geschlossen und wir konnten gerade noch die Schneemassen gewältigen :-) 

Die USA befindet sich im Wahlkampf  und die Vorwahlen für das Präsidentschaftsamt stehen bald an.  Die FAZ hat heute einen guten Artikel veröffentlicht, der das doch komplizierte Wahlsystem beschreibt. Wir sind gespannt und hoffen, daß die Demokraten wieder den Präsidenten stellen werden.  Obama hat mit seiner Gesundheitsreform das Land nach Vorne gebracht. Die Tatsache, daß Menschen wegen Arztrechnungen Insolvenz anmelden mußten oder gar nicht versichert wurden, ist eine Schande für dieses Land. Mit dem ACA (oder Obamacare genannt) haben nun alle Menschen eine Möglichkeit eine Krankenversicherung abzuschließen. Genau dieses wollen die Republikaner wieder zurückdrehen, falls diese an die Macht kommen.

Wollen wir mal hoffen, daß die Vernunft gewinnt…

Comments Off

Nov 01 2015

9. September: Touch a Truck und Festivals

Published by bernd under Hobbys

Bernd:

Der Sommer neigt sich hier dem Ende. Am Wochenende finden hier oft Festivals statt und Nicole, Sarah und ich genießen es unterwegs zu sein. In Alpharetta war wieder das alljährliche “Touch a Truck” Festival. Hier kommen Polizei, Feuerwehr, LKWs und andere Trucks zusammen und Kinder können alles erkunden und anfassen.

Dann waren wir mit Sarah zur ersten “Fahrstunde” :-)  Kids können ja hier ab 16 Jahren bereits ihren Führerschein machen. (Was ziemlich beängstigend ist.)  Sarah hatte Spaß mit “ihrem” Auto auf dem kleinen Verkehrsübungsplatz.  Danach ging es mit Nicole und Sarah zum Autoscooter und ich weiß nicht wer von beiden mehr Spaß hatte :-)

Vor einigen Wochen hatte ich mir leider einen Bänderriss / Knöchen(an)bruch beim Joggen zugezogen. Die nächsten 5 Wochen konnte ich in diesem schönen  Plastikschuh verbringen. Ich war froh, daß ich keinen Gips bekam, da ich den Platiskschul abends zum schlafen und zum duschen ausziehen konnte.  Beim Orthopäden hätte mich der Platikschuh MIT Krankenversicherung eine Zuzahlung von $300 gekostet. Der Pfleger empfahl mir den Schuh selbst in der Apotheke zu kaufen und nicht über die Krankenversicherung abzurechnen. Dann würder er nur noch $100 kosten, was ich auch getan habe. Schon ein verrücktes Krankenversicherungssystem….

Nun hatte ich mich schon vor einigen Wochen zu einem lokalen Halbmarathon angemeldet. Da ich ehrgeizig bin und keine Ausreden zulassen (Nicole nennt das eher dickköpfig) schaute ich nach Alternativen wie ich den Halbmarathon trotz der Knöchelverletzung schaffen könnte.  Und so entstand dann die Idee diesen mit diesem Knieroller zu laufen.  Das war vielleicht ein Erlebnis….  Nach 30 Minuten tat mein kanzen Bein weh aber ich dachte wenn ich jetzt aufhöre, muß ich mir von meiner Frau “Das habe ich Dir doch gesagt und Du hörst ja nicht auf mich.” anhören. Und knapp 3 Stunden später kam ich im Ziel an. Ich bin noch nie so von anderen Runnern angefeuert worden und keiner wollte mich glauben, daß ich die 13 Meilen mit dem Knieroller bestreiten würde.  Im Nachgang betrachtet, war die Knöchelverletzung eine ziemlich gute Geschichte. Wann sonst kommt auf solche Gedanken?

Comments Off

Sep 15 2015

15.09.2015 Homeowner Associoation

Published by bernd under USA

Im nächsten Jahr wollen wir ein paar Verschönerungen im Garten und Vorgarten vornehmen. Wir möchten die Blumenbeete mit einer Umrandung aus gemustertem Zement gießen lassen und einen kleinen Teil des Rasens im Hintergarten mit Cement gepflastert haben, um eine Sitzecke zu kreieren.  Außerdem haben wir Bäume im Garten gepflanzt. Da wir in einer Subdivision (Wohnsiedlung) wohnen, müssen wir die Genehmigung der an unser Grundstück angrenzenden Nachbarn und die der Homeowner Association (Vereinigung der Hauseigentümer) einholen.

Wenn man ein Haus kauft muss man sich entscheiden, ob man in einer Wohnsiedlung leben möchte oder ob man lieber irgendwo ein freistehendes Haus kauft. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Kauft man ein Haus in einer Wohnsiedlung, muss man sich gewissen Regeln unterwerfen, diese sind je nach Wohnsiedlung und deren HOA unterschiedlich streng. Wenn man etwas Grundlegendes außen am Haus oder im Garten verändern möchte, braucht man eine Genehmigung. So wird sichergestellt, dass die Einheitlichkeit der Wohnsiedlung beibehalten wird und die Hauspreise stabil bleiben. Außerdem hat man mit Nachbarn etwas Sicherheit, denn sie könnten bemerken, wenn Fremde Leute ums Haus schleichen würden. Kauft man eine freistehendes Haus, braucht man sich nicht an Vorschriften halten, man kann bauen, pflanzen und fällen, wie man lustig ist. Allerdings hat man auch keinen Einfluß auf die Nachbarn. Wenn man Pech kat und Nachbarn bekommt, die keinen Wert auf Orentlichkeit legen und den Vorgarten vermüllen oder mit Schrottautos zuparken, bekommt man evtl. Probleme, wenn das Haus mal verkauft werden soll. Denn bei solchen Nachbarn können schnell Hauspreise sinken, da bei der Preisbewertung auch das Gesamtbild der Umgebung oder Straße zählt. In einer Wohnsiedlung muß man seinen Vorgarten ordentlich halten. Der Rasen muss regelmäßig gemäht werden und das Gesamtbild muss gepflegt aussehen. Verstößt man dagegen, bekommt man eine Geldstrafe und es wird auf Kosten des Verstoßers der Rasen von einer beauftragten Firma instandgebracht.

Die HOA besteht aus freiwilligen Hausbesitzern aus unserer Wohnsiedlung und eine Organisation, die die Gebühren der Hausbesitzer eintreibt. Mit den Gebühren wird die Instandhaltung und Wartung des Gemeinschaftspools, den Strom für Strassenlaternen und für die Bepflanzung und Bewässerung des Wohnsiedlungseingangsbereichs verwendet.

Zu einem Veränderungsantrag gehört ein vorgedruckter Antrag der HOA, man muss eine Skizze mit Beschreibung und Fotos einreichen. Dazu die Unterschriften mit den Einverständniserklärungen der Nachbarn. Da sich das Board unserer HOA nur einmal im Monat trifft und evtl. noch Nachfragen kommen könnten, haben wir statt einen Antrag, vier Teilanträge gestellt. Einen für die Baumpflanzung, einen für die Beetumrandung im Vorgarten, einen für die Beetumrandung im Garten und den letzten für die gepflasterte Sitzecke mit einer überdachten Hollywoodschaukel. Wir haben deswegen mehrere  Anträge gestellt, falls ein Punkt nicht stattgegeben wird, dass die anderen Anträge nicht mitaufgehalten werden. Wir glauben nicht, dass es Probleme gibt, denn Bäume hat fast jeder im Garten gepflanzt, die Beetumrandung haben auch zwei Nachbarn in unserer Wohnsiedlung und Hollywoodschaukeln haben auch ein paar Nachbarn.

Alle Nachbarn haben unterschrieben und unsere Antraege sin eingereicht. Mal sehen, wann wir von der HOA Bescheid bekommen. Bei unserem Nachbarn hat es fast drei Monate gedauert, bis er den Antrag für einen Zaun und einer Mauerabgrenzung bekommen hat, da noch diverse Rückfragen kamen. Daher starten wir früh genug mit unserem Antrag, denn die Beetumrandung und Sitzecke wollen wir erst im nächsten Frühjahr machen lassen. Die Bäume haben wir allerdings einfach schon gepflanzt, die sieht eh keiner und bis sie über den Zaun hinausgewachsen sind, wird wohl ein paar Jahre dauern.

Außerdem befindet sich in unserem Garten jede Menge Felsgestein. Unser Nachbar hatte so große Brocken dabei, dass Bernd und er diese zusammen aus der Erde holen mussten. Daher haben wir beschlossen erst die Bäume und Blumen zu pflanzen und dann die Betonumrandung machen zu lassen, schliesslich wissen wir nicht wie gross das Gestein in unserem Garten sein wird. Im Hintergarten hatten wir Glück und konnten alles pflanzen. Im Vordergarten und an den Hausseiten müssen wir uns überraschen lassen.

Comments Off

Aug 01 2015

31. July, 2015: Sommerferien

Published by bernd under USA

Nicole:

Am 15. Mai hatte Sarah ihren letzten Kindergartentag und bis zum 9. August sind nun die Sommerferien. Kaum zu glauben, dass nächste Woche schon der Kindergarten wieder anfaengt. Aber bis jetzt verging die Zeit wie im Flug. Wir waren im Monkey Joe´s zum Hüpfen, in der Bücherei zum Geschichtenvorlesen und Puppentheater, im Streichelzoo, im Kindermuseum, im Babyland, waren zwei Wochen im Urlaub und Sarah war eine Woche lang für drei Stunden in ihrem Kindergarten zu einem Ferien Bibel Camp. Sarah möchte gerne schwimmen lernen und so haben wir sie zu einem Schwimmkurs angemeldet. Die letzten 5 Wochen waren wir daher im YMCA 4 Tage die Woche zum Schwimmunterricht. Diese Woche geht sie noch weiter zum Schwimmen und wenn der Kindergarten anfängt, geht sie 2 x die Woche nachmittags. Es gibt ingsamt nur vier Schwimmkurse für Kinder zwischen drei und fünf Jahren, danach müssen wir selber weiterüben und die nächsten Kurse sind dann erst für Kinder ab 6 Jahre.

Ich hatte Sarah zum Basteln bei Michaels, das ist ein Hobbygeschäft, angemeldet und so fuhren Freitags zum Basteln. Der Bastelkurs geht immer zwei Stunden und die Eltern gehen wieder. Ich war am Anfang überrascht, da ich gar nicht wusste, dass man die Kinder dort nur abgibt. Allerdings bin ich immer dabeigeblieben und war, bis auf heute, immer die einzige Mutter. Das war auch gut so, denn einige Sachen waren zu schwer für Sarah, aber auch für die älteren Kinder, um sie alleine zu bewältigen. Wenn man es so sieht ist das für die Eltern eine Kostengünstige Kinderbetreuung. 4 USD für zwei Stunden incl. Bastelmaterial. Man muss die Kinder nur vorher anmelden und maximal 10 Kinder können an einem Kurs teilnehmen.

So verging die Zeit wie im Flug.

Nächste Woche lernt Sarah ihre neuen Lehrer und Klassenraum kennen und ab dem 10. August fängt Sarah´s letztes Kindergartenjahr (Preschool) an. Kaum zu glauben, dass ich Sarah schon nächstes Jahr im Februar zur Vorschule (in englisch: Kindergarten) anmelden muss…..

Comments Off

Jul 20 2015

19.07.2015: Ausflüge

Published by bernd under USA

Bernd:

Am Wochenende sind wir immer viel unterwegs. Nicole sucht immer Festivals in unserer Umgebung heraus und wir mögen es einfach dort herumzuschlendern.  Im Sommer wird es bei uns schon recht recht - oft so um die 30 bis 35 Grad.

In der Mittagspause bin ich letztens durch unser neues Einkaufszentrum, Avalon, gegangen.  Wirklich nett angelegt…

Direkt in der Umgebung hat eine neue KFZ Werkstatt aufgemacht und zur Eröffnung Face Painting für die Kinder angeboten. Sarah hatte richtig viel Freude - auch wenn ihr das am Anfang nicht so ganz geheuer war.

Als Nicole und ich dieses Wochenende auf der Wochenmarkt waren ist uns aufgefallen, daß wir normalerweise gar kein Bargeld mehr dabei haben. In den USA ist halt die Kreditkarte das gängigste Zahlungsmittel. Ich glaube wir müssen uns aber angewöhnen wenigstens so $20 bei uns zu haben.

Comments Off

Next »